Arbeit im Magazin

Die James Hardiman Library beherbergt in ihrem Magazin neben vielen interessanten Sammlungen – wie etwa das  Kevin Boyle  Archiv, welches für die Untersuchung von Menschenrechte dient – auch ein recht große Ansammlung von Büchern und Zeitschriften ehemaliger Professoren, die heimlich in diverse Kellerräume (welche normalerweise als Abstellkammern genutzt werden) untergebracht wurden, ohne zuvor das Bibliothekspersonal davon in Kenntnis zu setzen oder den Bestand vorher zu sichten.

Hier in dieser kühlen und staubigen Räumen waren wir nun für die Woche tätig, um dies nachzuholen. Zusammen mit einer netten Kollegin und meiner Praktikumsleiterin konnten wir zunächst eingrenzen was die Bibliothek von diesen Medien überhaupt behalten wird bzw. muss – so durften schon mal hunderte von bedeutungslosen Zeitschriften bedenkenlos ignoriert werden.

Der Rest von  dieser (teilweise handgeschriebenen) Ansammlung war dagegen durchaus interessant. Sie handelten hauptsächlich von Bereichen der Medizin und der Archäologie und waren in vielen Sprachen vertreten – neben Klassikern wie Französisch, Italienisch und Deutsch (bei denen meine Anwesenheit durchaus vorteilhaft war) gab es sogar ein paar wenige Bücher, die afrikanischer Herkunft waren und sogar ein Exemplar, welches in einer indigenen amerikanischen Sprache verfasst wurde. Ähnlich waren auch die englischsprachigen Exemplare auf der ganzen Welt verstreut – neben dem Erscheinungsort in Irland waren außerdem Bücher aus Neuseeland, den Vereinigten Staaten Amerikas und natürlich aus Großbritannien vertreten. Diese Medien waren außerdem zwischen 50 und 300 Jahren alt und dementsprechend schon vom Verfall geprägt und teilweise sehr schwer zu identifizieren, was uns das Sichten deutlich erschwerte.

Ich habe während dieser Aufgabe auch etwa ein Dutzend englischer Begriffe kennengelernt, von denen ich nie zuvor etwas gehört habe – gut, die meisten davon sind auch nur für die Leute interressant, die in jene Fachgebiete arbeiten oder studieren, wesshalb ich so gut wie keines dieser Wörter im Gedächtnis behalten bräuchte. Einzige Ausnahme ist das wunderschöne Wort „miscellany“ (übersetzt: Sammlung, Sammelband, vermischte Schriften) welches meine Praktikumsleiterin benutzt hat, um den Großteil der Medien in diesen Räumen zu beschreiben.

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