MakerSpace und 3D-Drucke

Während der Arbeit an der Service-Theke, gehörte die Bearbeitung von den eingereichten 3D-Modellen zu meinen Favoriten. Hierfür werden die PCs in dem Makerspace-Raum genutzt, wo sich auch einer der Drucker befindet. Ein weiterer Ultimaker 2+ steht hinter der Service-Theke.

Jeder der Computer im Raum ist mit zwei Bildschirmen verbunden, was die Arbeit um einiges erleichtert. Außerdem ist auf ihnen eine bemerkenswerte Anzahl von Programmen installiert, die das Gestalter-Herz höher schlagen lässt. Für die Bearbeitung der 3D-Drucke verwenden wir jedoch nur „Autodesk Inventor“ die Animationssoftware „Anime Studio Pro“ und „Clip Studio Paint“. Die 3D-Drucker benötigen vom Bibliotheksbenutzer eine digitale Datei, welche die Informationen des zu druckenden Objekts bereitstellt.
Ein  Dateiformat mit den Informationen aller einzelnen Layer, mit denen man ein 3D-Modell aufbauen kann, ist zum Beispiel eine STL Datei. Andere Formate, die sich nicht umwandeln lassen, können hier nicht bearbeitet werden.

Die Vorlagen können mit den Programmen auf den MakerSpace-Pc weiterhin angepasst werden. So wurden einige Modelle nach Bedarf gedreht, verschoben oder deren Rand etwas vergrößert, damit sie problemlos gedruckt werden können, und der Gegenstand robuster wird. Ab und zu hat man auch den Fall, dass das Design zu groß für den 3D-Drucker ist und nach Absprache mit dem Nutzer verkleinert wird.

Ich konnte bei ein paar kleineren Modellen den gesamten Arbeitsvorgang in einem Rutsch ansehen, da diese lediglich ca. 10 Minuten brauchten um vom Drucker erstellt zu werden. Man bedient sich beim Druck der Methode mit dem geschmolzenen Kunststoff PLA, was im Grunde wie eine bewegliche Heißklebepistole funktioniert. Einige der Gegenstände benötigen je nach Modell auch eine Support-Struktur, welche einfach abzulösen ist. Die maximale Größe der Gegenstände darf 200 x 200 x 200 mm betragen.

Je nachdem wie viele Anfragen das Personal erhält, kann es über eine Woche benötigen, bis die eigene Datei gedruckt wird. Wenn der Gegenstand erfolgreich angefertigt wurde, schreiben die zuständigen Mitarbeiter eine E-Mail an den Benutzer, welcher diesen an der Service-Theke abholen kann. Bei den Farben in denen die Gegenstände gedruckt werden können, hat man die Wahl zwischen Weiß, Schwarz, Silber, Orange und transparent.

Nachdem dieses Modell hier nach nur fünf Stunden fertig gedruckt und ausgekühlt war, konnten wir es vorsichtig von der Platte lösen.

Nach einem kurzen Moment der Panik, weil wir nicht wussten, ob uns dabei ein wichtiger Teil des Gegenstandes abgebrochen ist, oder nur etwas von diesem leicht lösbaren Support-Material, konnte ein Blick auf die Vorlage alle Anwesenden auch wieder beruhigen. Die Ränder des Gegenstandes waren leider jedoch nicht sehr gut geworden – die einzelnen Schichten lagen nicht perfekt übereinander. Dies wäre an sich auch nicht weiter tragisch, wäre die Anfrage für diesen Gegenstand nicht etwas spezieller. Der Benutzer benötigte ein wasserdichtes Objekt, und ob dies zutrifft, konnten wir nicht überprüfen.

Daher haben wir diesen Auftrag als „geglückt“ vermerkt und die Entscheidung dem Benutzer überlassen.

Woran ich nächste Woche nochmal einen halben Tag lang arbeiten darf, ist die Erstellung meines eigenen Gegenstandes (Ein kostenloses Souvenir ist immer toll!). Dafür bekomme ich auch von dem zuständigen Mitarbeiter eine Einweisung, wie die Software der PCs genutzt werden kann.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s